Positionspapier zur Aufstellung von Landschaftsplänen

  1. Der Landschaftsplan hat die im öffentlichen Interesse besonders zu schützenden Teile von Natur und Landschaft festzusetzen und Entwicklungsziele für die Landschaft vorzugeben. Dies geht mit Ver- und Geboten für die Schutzgebiete sowie mit Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen für die Entwicklungsräume einher. Die Landschaftsplanung erfolgt entsprechend kooperativ mit den betroffenen Flächenbewirtschaftern bzw. Flächeneigentümern.
  2. In der Landschaftsplanung erfolgt die Ausweisung von besonders geschützten Teilen von Natur und Landschaft mit Augenmaß und nur bei sachlicher Begründung. Die im GEP bzw. zukünftig Regionalplan dargestellten Flächen zum Schutz von Natur und Landschaft dienen dabei als Suchräume.
  3. Die Landschaftsplanung ist keine Verhinderungsplanung. Die im Plangebiet zu erfüllenden öffentlichen Aufgaben und die wirtschaftlichen Funktionen der Grundstücke, insbesondere die land-, forst-, berg-, abgrabungs-, wasser- und abfallwirtschaftlichen Zweckbestimmungen sind zu berücksichtigen.
  4. 4.Der Bereich Agrobusiness hat im Kreis Kleve einen hohen wirtschaftlichen Stellenwert. Entsprechend ist Basis der Landschaftsplanung, dass die Entwicklungsfähigkeit der Betriebe im Bereich Land- und Forstwirtschaft sowie Gartenbau weiterhin gewährleistet ist.
  5. 5.In der Landschaftsplanung werden Betriebsstellen der Land- und Forstwirtschaft sowie des Gartenbaus möglichst nicht mit Natur- bzw. Landschaftsschutzgebieten überplant, um den Betrieben zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten zu belassen.