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CDU-Kreistagsfraktion zu Gast im Waldfreibad Walbeck

 fraktion im waldfreibad walbeck

Zu ihrer Maisitzung kamen die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion Kleve jetzt im Waldfreibad Walbeck zusammen. Zu Beginn der Sitzung informierten zunächst der Vorsitzende des Bädervereins, Friedhelm Lange, und der Geschäftsführer des Freibades, Benedikt May, über die vielfältigen Herausforderungen und Schwierigkeiten eine solche, 100.000 Quadratmeter große Anlage zu finanzieren und überwiegend ehrenamtlich auch zu unterhalten.

Der Bäderverein wurde 2003 gegründet und hatte bis 2010 die schrittweise Sanierung der aus den 1970er Jahren stammenden Gebäude und technischen Anlagen vorgenommen. Bei Gründung des Vereins hatte man vor einem Investitionsstau von rund 1,6 Millionen Euro sowie jährlichen Verlusten zwischen 350.000 und 400.000 Euro gestanden. Die Ehrenamtlichen, so Lange, seien mit großem Engagement ans Werk gegangen. Dennoch stand das Bad 2012 vor dem Aus. Ein neues Gremium unter Vorsitz von Friedhelm Lange wurde gebildet. „Wir versuchten, uns realistische Ziele zu setzen“, sagte Lange, der dem Verein seit 2013 vorsitzt.

2012/13 wurde ein Konzept entwickelt. Geschäftsbereiche ohne witterungsbedingte Einflüsse wurden auf- und ausgebaut, Fixkosten aus festen Einnahmequellen abgedeckt. „Wir brauchten planbare Einnahmen bei gleichbleibend hohen Kosten“, erklärte der Vorsitzende mit Blick etwa auf die hohen Stromkosten, die ein Badbetrieb verursacht. Der Freibadbetrieb allein habe dafür nicht ausgereicht.

Der Bäderverein weitete seine Geschäftsfelder auf Sport- und Freizeitangebote, Übernachtungen sowie Events und Gastronomie aus. „Wir bieten hier 20 verschiedene Sportarten an“, so Benedikt May, „mit rund 12.000 Besuchern pro Jahr.“ Darüber hinaus seien Jahr für Jahr zwischen 8000 und 9000 Reisemobilisten zu Gast in Walbeck. Die Anlage wird außerdem für Großveranstaltungen vermietet. So gibt zum Beispiel Popsänger Johannes Oerding am 14. und 16. Juni zwei Konzerte im Waldfreibad.

Um das Bad betreiben zu können, rechnete Friedhelm Lange vor, benötige man mindestens 40.000 Gäste pro Jahr. Hinzu käme Unterstützung durch Sponsoren und Spenden sowie ein Betriebskostenzuschuss durch die Stadt Geldern. Der Bäderverein beschäftigt zweieinhalb Festangestellte und verfügt über ein Jahresbudget von knapp 300.000 Euro.

Die Fraktionsmitglieder zeigten sich vom durchdachten Konzept, das Friedhelm Lange und Benedikt May präsentierten, sehr beeindruckt. Die Vorsitzende Ulrike Ulrich dankte ihnen für ihre Ausführungen und ihr Engagement für den Erhalt einer Freizeitanlage, die einen Besuch mehr als wert sei.


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